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Die Vollsilikon Kontaktlinse – Innovation in der Augenoptik ( Teil2 )

Die Vollsilikon Kontaktlinse – Innovation in der Augenoptik ( Teil2 )

Ergebnisse der Studie

Der Tragekomfort bei der Voll-Silikon-Kontaktlinse ist nicht zu übertreffen.Die klinische Prüfung gehört mit 82 Probanden zu einer eher größeren Studien ihrer Art. Die Ergebnisse zeigten eine sehr gute Produktperformance. Bezüglich des Tragekomforts wurde von 94,8% der Probanden eine hervorragende Bewertung abgegeben.

96,1% der Probanden gaben im Bezug auf die Benetzung der Linsenoberfläche ein sehr gutes Urteil ab. In 99,3% der Fälle sind keine oder nur sehr geringe Ablagerungen aufgetreten. Es kam in keinem der untersuchten Fälle zu einer Infektion der Hornhaut.

Diese Erfahrungen können aus meiner Sicht vollumfänglich auf die Tagestragevariante übertragen werden. Besonders anzumerken ist, das auch Kinder und Jugendliche in die Studie mit einbezogen wurden.

Vergleich zu bereits etablierten Kontaktlinsen auf dem Markt

Beim Einsatz der Vollsilikon-Kontaktlinse zeigte sich aber gegenüber dem Verhalten von derzeit am Markt befindlichen Kontaktlinsen in der Tat ein anderes Verhalten bzgl. der Beweglichkeit auf dem Auge.

Wie zuvor beschrieben, wurde das Schwimmen der Kontaktlinse im Tränenfilm bisher immer als notwendig angesehen, da damit zum einen eine ausreichende Versorgung der Hornhaut mit Sauerstoff über den Tränenfilm gewährleistet wird. Zum anderen muss durch den Austausch des Tränenfilms ein Abtransport von abgeschilferten Zellen und Zellresten ermöglicht werden.

Die hier betrachteten Kontaktlinsen zeichnen sich jedoch häufig durch eine ausbleibende Beweglichkeit aus. Dies umso mehr, je steiler sie angepasst wurden. Auch bei paralleler Anpassung war dies partiell zu beobachten. Selbst bei geringer oder nicht vorhandener Bewegung wird die Hornhaut ausreichend mit Sauerstoff versorgt, da die Sauerstoffpermeabilität der Vollsilikon-Kontaktlinse mit einem Dk/t-Wert von 670 barrer um ein Vielfaches höher ist als bei herkömmlichen am Markt befindlichen Kontaktlinsen.

Damit ist eine Versorgung mit Sauerstoff über den Tränenfilmaustausch nicht länger nötig. Und selbst in diesen Fällen hat es sich gezeigt, dass der verbleibende Austausch des Tränenfilms immer noch ausreichend ist, um die Stoffwechselprodukte abzutransportieren.

Fazit

Das Infektions- sowie das Ablagerungsrisiko bei der Voll-Silikon-Kontaktlinse ist sehr gering. Dennoch gilt: Je flacher die Linsen angepasst werden, umso höher ist in der Regel ihre Beweglichkeit – was für diese Linsen jedoch weitestgehend unbedeutend ist!

Bei guter Compliance des Kontaktlinsenträgers wird es auch zu keinem erhöhten Infektionsrisiko durch eine Ansammlung von Bakterien oder Viren unter der Kontaktlinse kommen.

Diese Faktoren werden durch die Ergebnisse der klinischen Prüfung untermauert, die zeigte, dass es zu keinerlei Infektionen kam und auch die Ablagerungsneigung nur gering war.
Eine Linse aus dem gleichen Material und mit ähnlichen Parametern wird auch schon seit einiger Zeit erfolgreich als Verbandlinse nach Hornhaut-Verletzungen und OPs eingesetzt.

Medizinisch gesehen ist die Vollsilikon-Kontaktlinse ein großer Schritt zur weiteren Verbesserung der Augengesundheit. Die extrem hohe Sauerstoffdurchlässigkeit des Materials sorgt auch langfristig für eine gute Versorgung der Hornhaut mit Sauerstoff. Daher kann auch die geringe oder nicht vorhandene Beweglichkeit der Kontaktlinse – auch wenn sie im ersten Moment vielleicht ungewohnt ist – gut akzeptiert werden.

Aus Sicht der Anwender bietet sie darüber hinaus viele Vorteile in dem Bereich des Handlings, da sie durchaus als formstabil einzustufen ist und über einen Durchmesser von nur 13,2 mm verfügt.

Ein weiteres Plus ist die hohe Abbildungsqualität. Je nach individuellem Befinden und vorliegender Erfahrungen kann es zu Phasen der Eingewöhnung kommen. Diese können jedoch als akzeptabel kurz eingestuft werden. Beide Linsen eignen sich hervorragend für Kontaktlinseneinsteiger.

Leider sind die Linsen zunächst nur in einem Parametersatz (Basiskurve/Durchmesser) auf dem Markt, was zur Folge hat, dass noch nicht alle Hornhautgegebenheiten bedient werden können.

1 Comment

  • Stefan Posted 9. Januar 2017 12:27

    Klingt spannend! Bedeutet die Einschränkung auf „Basiskurve/Durchmesser“, dass Hornhautverkrümmung noch nicht berücksichtigt werden kann?

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